Faouzi Al Kabbany

Der in Hamburg lebende Künstler Faouzi Al Kabbany (*1965) malt und zeichnet seit seinem siebten Lebensjahr und entwickelte eine ganz eigene künstlerische Bildsprache. Diese Entwicklung wurde 2009 durch zwei Bilder des Hamburger Künstlers Harald Frackmann in eine neue Richtung gelenkt. Schwarze, abstrakte Bilder als Antwort auf das Diktat einer bunten, lauten und schnellen Normgesellschaft mit Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom, als Antwort auf das, was der Künstler, als “bunte Laubsägearbeiten” bezeichnet, von denen es in der Kunstwelt nur so wimmele.

 Für seine “Schwarzmalerei” nutzt Faouzi Al Kabbany eine Vielzahl an Materialien. Öl und Acryl, Kohle und Pastell, Beton, Teer, Sand, Leim, Silberdraht, Firnis, Lack und Tinte. So entstehen Reliefs, die aus einem schwarzen Raum herauswachsen. Die Exponate kreisen nicht um Themen, sondern um Zustände. Zustände, die ein genaues Hinsehen erfordern. 

Dabei haben sich dann nach und nach winzige Spuren anderer Farben ihren Weg in Al Kabbanys Arbeiten erzwungen. Die Seitensprünge in die Welt der Farben nahmen zu. “Zugegeben, manchmal habe ich auch die Schnauze voll von Schwarz. Dann gehe ich fremd.”, beschreibt der Künstler seine Entwicklung und ergänzt: “In diesen Phasen experimentiere ich mit „bunt“. Oder ich beschäftige mich mit Augen. In einem Moment der Indifferenz. Der Superposition. Ein Augenblick, der in seiner Flüchtigkeit alles und nichts verspricht. Eine Situation, die Millisekunden später in eine nicht vorherbestimmbare Richtung kippen kann.” 
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